Katastrophenschutz-Großübung „Heißer Süden“

Tübingen (pr) - Es herrschte ein Ausnahmezustand in Tübingen, Reutligen und dem Naturpark Schönbuch. Das durch die Regierungspräsidien Stuttgart und Tübingen geprobte Szenario war eine extreme Hitzewelle, die viel Chaos verursachte: In den Wäldern brach Feuer aus, Straßenbeläge weichten auf, der Strom fiel aus und die Krankenhäuser waren überlastet. Zahlreiche Hilfsorganisationen sind auf dem Weg um die Lage in Tübingen und Reutlingen unter Kontrolle zu bekommen. Hierzu wurde am frühen Samstagmorgen auch die 1. und 2. Einsatzeinheit (EE) des DRK Kreisverbandes Ravensburg alarmiert. Zu dieser Einsatzeinheit gehören unter anderem auch die Helfer des DRK Wilhelmsdorf mit zwei Fahrzeugen an.

So ist es 5:45 Uhr als sich die rund 40 Einsatzkräfte der 1. und 2. EE in der Nähe von Ostrach an der L286 Richtung Sigmaringen trafen. Nach der Aufstellung der Fahrzeugkolonne setzte sich diese mit 18 Fahrzeugen gegen 6:20 Uhr in Richtung ihrem zugewiesenem Bereitstellungsraum, Parkplatz P+R „Bullenbank“ an der B27 Höhe Schönbuch/ Waldorf/Gniebel, in Bewegung. Eine kurze Rast mit Verpflegung erfolgte in Balingen. Danach ging es weiter.

Im Bereitstellungsraum angekommen, wurden die Einsatzkräfte und die Fahrzeuge registriert und über die Entwicklung der Lage informiert. Nach kurzer Zeit wurde die 1. und 2. EE ins Schadensgebiet abgerufen, um dort bei einer sogenannten MANV-Lage (Massenanfall an Verletzen) zu unterstützen.

Ein Bus ist in zwei PKWs und ein Festzelt gerast. Eine Vielzahl an Personen sind zum Teil schwer verletzt worden. Durch die Einheiten wurde ein Behandlungsplatz (BHP 25) innerhalb kürzester Zeit aufgebaut. In solch einem BHP 25 können mindestens 25 Verletzte oder Erkrankte innerhalb einer Stunde versorgt und betreut werden. Ein BHP besteht aus insgesamt 6 Zelten. Einem sogenannten Sichtungszelt, in dem die Verletzten von Notärzten kurz untersucht, registriert und dann in die weiteren sogenannten Triage Zelte verteilt werden. Die sogenannten Triage Zelte sind farbig gekennzeichnet. Rot für akute vitale Bedrohung (sofort Behandlung), gelb für schwer verletzt (dringende Behandlung), grün für leicht verletzt (spätere Behandlung) und blau für derzeit keine Überlebenschance. Das letzte Zelt ist das Ausgangszelt, dort werden Verletzten oder Erkrankten nochmals kurz untersucht und anschließend in die Krankentransportwagen verladen und in die geeigneten Krankenhäuser verbracht.

Das Fazit der Übung war durchaus zufriedenstellend. Das Übungsziel wurde erreicht. Der Aufbau und die Einrichtung der Zelte erfolgte zügig und ohne Hektik. Durch bessere Abstimmung und Kommunikation beim Aufbau des Behandlungslatzes und der verschieden Organisationen, des Führungsstabes im Landratsamt und den Einsatzleitungen in den Schadensgebieten kann und muss noch verbessert werden.

 

Statistik

Die aktuelle Zahl der Notfalleinsätze im Jahr 2018:

8 Notfalleinsätze

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Herr
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